EMDR-Tools für Online-Sitzungen: Checkliste für Fachpersonen
Ein tragfähiges Setup für EMDR online trennt das klinische Gespräch von der bilateralen Stimulation und wird vollständig vor der Verarbeitung getestet. Zur Basis gehören eine rechtlich geeignete Videoplattform, durch die Fachperson gesteuerte BLS, ein kompatibles Gerät und ein klarer Ausfallplan.
Viele Funktionen lösen den klinischen Rahmen nicht. Software entscheidet nicht über Eignung, Einwilligung, Notfallbereitschaft oder Datenschutz. Die Technik soll Reibung verringern, damit Aufmerksamkeit und Set-Steuerung erhalten bleiben.
Fünf Bestandteile des Online-Setups
Video überträgt Stimme, Mimik und Präsenz. Ein eigener BLS-Kanal überträgt visuelle, auditive oder haptische Reize. Die Trennung vermeidet Bildschirmfreigabe und erlaubt die bereits geprüfte Videoplattform weiterzuverwenden.
Ein zweites Gerät hilft bei kleinem Bildschirm. Ein Telefon kann Vibration liefern, während der Computer das Video zeigt; ein Tablet bietet einen breiteren visuellen Weg. Richtig ist die Konfiguration, die beide getestet haben und sicher stoppen können.
- Professionelle Videoplattform gemäß den Praxisanforderungen.
- BLS mit Fernsteuerung für Start, Pause, Anpassung und Stopp.
- Geprüfte Kopfhörer oder Lautsprecher für alternierenden Ton.
- Geladenes, stabiles Gerät in angenehmer Position.
- Telefonnummer und vereinbarter Ausfallplan.
Technikcheck vor der Sitzung
Spielen Sie den Ablauf kurz durch: Video beitreten, Reiz verbinden, Modalität wechseln, stoppen und neu verbinden. Dies gehört in die Vorbereitung. Fragen Sie, was die andere Person sieht und hört; die Therapeutenansicht zeigt entfernte Fehler nicht immer.
Prüfen Sie Akku, Updates, Nicht-stören-Modus, Netz und Lautstärke. Bei zwei Bildschirmen wird vereinbart, wohin während des Sets geschaut wird. Bei grenzüberschreitender Arbeit sind Zulassung, Versicherung und Datenschutz zu klären.
- Standort, Notfallkontakt und Privatsphäre bestätigen.
- Video und Audio testen, Benachrichtigungen schließen.
- BLS verbinden und ein Testset ausführen.
- Stoppsignal und sichtbare Stopptaste vereinbaren.
- Vorgehen bei eingefrorener App festlegen.
Den gesamten Ablauf mit zwei Geräten testen
Sitzung erstellen, Gerät verbinden und visuelle, auditive, haptische Signale sowie den Sofortstopp prüfen.
EMDR Flow laden
Tools nach dem echten Ablauf vergleichen
Kann die behandelte Person ohne zusätzliches klinisches Konto teilnehmen? Lassen sich Tempo und Modalität ändern, ohne das Video zu verlassen? Ist Stopp sofort verfügbar? Welche Daten werden verarbeitet und wie lange gespeichert? Klare Antworten sind wichtiger als ein überfülltes Dashboard.
Prüfen Sie Barrierefreiheit und Gerätekompatibilität praktisch. Browserleisten dürfen den visuellen Weg nicht verdecken, alternierender Ton braucht einen Links-rechts-Test und Haptik eine vereinbarte Gerätehaltung.
Die Rolle von EMDR Flow
EMDR Flow erzeugt einen Sitzungscode für die Geräte beider Seiten. Die Fachperson steuert visuelle, auditive oder haptische Reize; das Videogespräch bleibt auf der von der Praxis gewählten Plattform.
Die App ist ein Sitzungswerkzeug für qualifizierte Fachpersonen. Sie ist keine Patientenakte und wählt weder Ziel noch Vorbereitung oder Abschluss. Die Dokumentation ist mit lokalen und organisatorischen Pflichten abzugleichen.
Häufige Fragen
Welche Tools brauche ich für EMDR online?
Eine geeignete Videoplattform, professionell gesteuerte BLS, getestete Geräte und einen Ausfallplan sowie die klinischen und rechtlichen Schutzmaßnahmen der Praxis.
Enthält EMDR Flow Videotelefonie?
Nein. EMDR Flow ergänzt die gewählte Telemedizin-Plattform und übernimmt die Verbindung für bilaterale Stimulation.
Fachliche Referenz: EMDRIA-Empfehlungen zur virtuellen EMDR-Therapie.
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