EMDR Phase 3 üben: Bild, NK, PK, VOC und SUD
Phase 3 ordnet ein klar definiertes Ziel vor der Verarbeitung. Erfasst werden das Bild des schlimmsten Moments, eine selbstbezogene negative Kognition, die gewünschte positive Kognition, deren gefühlte Gültigkeit (VOC), aktuelle Emotionen, subjektive Belastung (SUD) und die Körperstelle. Entscheidend sind die Zusammenhänge, nicht sieben ausgefüllte Felder.
Übung macht unklare Fragen und ausgelassene Schritte sichtbar. Sie gehört in eine anerkannte EMDR-Ausbildung und menschliche Supervision. Ein virtueller Fall bietet Wiederholung und Rückmeldung nach seinem programmierten Modell, bestätigt aber keine Formulierung für reale Patientinnen und Patienten.
Sieben Elemente der Zielbewertung
Grenzen Sie Erinnerung oder Situation ein und erfragen Sie das Bild, das den schlimmsten Teil darstellt. Erkunden Sie die negative Überzeugung über die eigene Person und anschließend, was stattdessen geglaubt werden soll. Die PK soll wünschenswert, selbstbezogen und für dasselbe Ziel relevant sein.
VOC beschreibt üblicherweise von 1 bis 7, wie wahr sich die PK jetzt anfühlt. Danach folgen Emotion, SUD von 0 bis 10 und Körperempfindung. Diese Skalen sind subjektive Prozessmarker, keine Diagnostik und keine Leistungsnoten.
- Bild oder Moment des stärksten Belastungsanteils.
- Selbstbezogene negative Kognition zum Bild.
- Gewünschte positive Kognition zum selben Ziel.
- VOC von 1 bis 7.
- Aktuelle Emotionen.
- SUD von 0 bis 10.
- Ort der Körperempfindung.
VOC und SUD messen Verschiedenes
VOC fragt nach der gefühlten Wahrheit der positiven Kognition in Verbindung mit dem Ziel. SUD fragt nach der aktuellen subjektiven Belastung. Niedrige VOC bedeutet nicht automatisch hohe SUD. Die jeweiligen Anker und Skalen sollten klar wiederholt werden.
Verfolgen Sie Zahlen nicht isoliert. Sie werden mit Erzählung, Körperreaktion und klinischem Urteil gelesen. Unerwartete Veränderungen werden erkundet, nicht korrigiert, um einer erwarteten Kurve zu entsprechen.
- Zum gewählten Bild zurückkehren.
- NK im Präsens und selbstbezogen formulieren.
- PK auf denselben Bereich beziehen.
- VOC, Emotion und SUD mit korrekten Skalen fragen.
- Körperempfindung lokalisieren.
Eine vollständige Bewertung im fiktiven Fall üben
EMDR Flow ermöglicht Fragen, Fallübersicht und Wiederholung. KI-Trainingsfeedback ergänzt Ausbildung und Supervision, ersetzt sie aber nicht.
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Sinnvolle Fehler im Simulator
BLS zu früh starten, eine Kognition über andere akzeptieren, eine unpassende PK vorschlagen oder VOC mit Emotionsstärke verwechseln: Solche Fehler eignen sich für gezielte Übung. Der Ablauf sollte anhalten und nach der fehlenden Information fragen.
Spielen Sie denselben Mikrofall mit nur einer veränderten Formulierung. Notieren Sie anschließend die konkrete Frage für die Supervision. So wird aus Simulation reflektiertes Training.
Coach-Feedback ist keine Supervision
Der EMDR Flow Coach reagiert in einem fiktiven Fall, zeigt SUD und VOC und markiert vom Szenario erwartete Entscheidungen. Er macht Unsicherheit sichtbar und unterstützt die Reihenfolge. Eine akzeptierte Formulierung ist nicht die einzig richtige; ein Score belegt keine klinische Kompetenz.
Vergleichen Sie das Ergebnis mit Ausbildungsunterlagen und qualifizierter Supervision. Bei Widersprüchen hat der professionelle menschliche Rahmen Vorrang. Identifizierbare Angaben realer Patientinnen und Patienten gehören nicht in die Simulation.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen VOC und SUD?
VOC bewertet meist von 1 bis 7 die gefühlte Gültigkeit der positiven Kognition; SUD bewertet von 0 bis 10 die aktuelle subjektive Belastung.
Kann ein Simulator Phase 3 lehren?
Er kann Reihenfolge und Formulierungen üben helfen, ersetzt aber keine anerkannte Ausbildung, beaufsichtigte Praxis oder reale klinische Bewertung.
Trainingsreferenz: EMDRIA-Checkliste für Beratungskompetenzen.
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