EMDR-Lichtleiste online: ein praktischer Leitfaden
Eine EMDR-Lichtleiste online zeigt ein bewegtes Ziel direkt auf dem Bildschirm der behandelten Person. Die Fachperson bestimmt Beginn, Tempo, Dauer, Pause und Ende jedes Sets. Anders als bei einer abgefilmten Lichtleiste oder einem festen Video wird die Bewegung auf dem Zielgerät erzeugt und nutzt dessen verfügbare Breite.
Online bezeichnet den Übertragungsweg, keine selbstständig durchgeführte Therapie. Eignung, Modalität, Vorbereitung und Abschluss bleiben professionelle Entscheidungen. Vor der Fernsitzung braucht es ein Stoppsignal und einen vereinbarten Plan für Verbindungsabbrüche.
Physische und virtuelle Lichtleiste im Vergleich
Eine physische Leiste liefert im selben Raum einen stabilen Reiz und kann ohne Internet funktionieren. Durch eine Webcam wirkt ihr Weg kürzer; Kompression kann die Bewegung ruckelig machen. Eine virtuelle Leiste nutzt den Bildschirm der behandelten Person und übernimmt Änderungen vom Gerät der Fachperson.
Keine Variante passt automatisch für alle. Hardware kann in Präsenz sinnvoll sein. Online verhindert ein großer oder zweiter Bildschirm, dass Video und Reiz in einem kleinen Fenster konkurrieren. Sehkomfort, Barrierefreiheit und sofortiges Stoppen sind entscheidend.
- Flüssige Bewegung ohne sichtbare Sprünge.
- Tempo und Dauer unter professioneller Kontrolle.
- Klarer Stopp für beide Seiten.
- Vorabtest von Bildschirm, Ton, Vibration und Verbindung.
- Geplante Alternative zur visuellen Modalität.
Eine Online-Lichtleiste vorbereiten
Richten Sie alles vor der Verarbeitung ein. Positionieren Sie den Bildschirm angenehm, vermeiden Sie Spiegelungen und prüfen Sie, ob der gesamte Weg ohne Kopfbewegung verfolgt wird. Ein kurzer Test klärt Augenbelastung, Schwindel und Unbehagen. Technische Korrekturen mitten im Set stören unnötig.
In EMDR Flow erstellt die Fachperson eine Sitzung und teilt einen Code. Die andere Seite wählt Bildschirm und Ton, nur Vibration oder alle Modalitäten. Das Set wird in Echtzeit gesteuert; das klinische Gespräch bleibt auf der bereits verwendeten Videoplattform.
- Video öffnen und Ort, Privatsphäre sowie Ausfallplan klären.
- Sitzung erstellen und Verbindungscode teilen.
- Kurzen Durchlauf vor der Zielarbeit testen.
- Tempo, Dauer und Modalität klinisch passend einstellen.
- Sofortiges Stoppen auf beiden Geräten prüfen.
Visuelle BLS vor der nächsten Fernsitzung testen
EMDR Flow synchronisiert visuelle, auditive und haptische Signale. Die Fachperson startet, verändert und stoppt jedes Set.
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Grenzen eines visuellen Tools
Ein Endlosvideo reagiert nicht auf den Sitzungsverlauf. Bildschirmfreigabe verkleinert den Bewegungsweg und bringt Videolatenz mit sich. Eine digitale Lichtleiste darf nicht als Anleitung zur eigenständigen EMDR-Anwendung dargestellt werden.
Das Tool überträgt den Reiz. Es ersetzt weder Vorbereitung und Einwilligung noch Risikoeinschätzung, klinisches Urteil oder Abschluss. Berufsrecht, Versicherung, anerkannte Ausbildung und Fachleitlinien gehen vor.
Steuert EMDR Flow physische Lichtleisten?
Derzeit arbeitet EMDR Flow als digitale Lichtleiste auf kompatiblen Bildschirmen. Hardware anderer Anbieter wird nicht gesteuert und ist für die Online-Nutzung nicht erforderlich. Vorhandene Leisten können weiter in Präsenz genutzt werden.
Hardware-Kompatibilität braucht eine getestete Integration mit einem konkreten Modell und Protokoll. Bis dahin darf sie nicht angenommen oder beworben werden. Diese Klarheit verhindert Fehlkäufe.
Häufige Fragen
Ersetzt eine Online-Lichtleiste physische Hardware?
Sie kann visuelle BLS online bereitstellen, bildet die physische Erfahrung aber nicht exakt ab. Maßgeblich sind Setting, Gerät, Komfort und klinische Einschätzung.
Kann EMDR Flow mit einer externen Lichtleiste verbunden werden?
Derzeit nicht. EMDR Flow zeigt den Reiz auf dem Bildschirm und steuert keine Hardware anderer Anbieter.
Fachliche Referenz: EMDRIA-Empfehlungen zur virtuellen EMDR-Therapie.
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